COSTA BRAVA RURAL - Sant Pere Pescador
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AUSFLUG 0: Sant Pere Pescador
Das Dorf | Die Suppe | Was tun
 
Das Dorf      Photos von Sant Pere Pescador und Saldet

Sant Pere Pescador befindet sich im Bezirk Alt Empordà, im Herzen der Bucht von Rosas. Die Gemeinde erstreckt sich entlang des linken Ufers des heutigen niederen Flusslaufs des Fluvià, etwa drei Kilometer vor seiner Mündung. Sant Pere Pescador besitzt in seinem Gemeindegebiet sechs Kilometer unbebauten Strand mit sehr feinem Sand. Der Strand ist bei Strandliebhabern bekannt, die unbebaute und ruhige Strände mögen. Der Tramontanawind (starker Wind aus dem Norden) trägt dazu bei, dass man nebst dem Strandgenuss, unter unverbesserlichen Bedingungen windsurfen kann. Die Flussmündung ist auch zum Rudern, Segeln und für Wasserski ideal.
Sant Pere Pescador ist trotz seines Namens eine vorwiegend landwirtschaftliche Gemeinde, obwohl sich in den letzten Jahrezehnten der Tourismus zu einem wichtigen Arbeitgeber für die einheimische Bevölkerung entwickelte. Die Umleitung des Flusses bewirkte das Austrocknen der Lagunen und des sumpfigen Küstengebiets, welche nun fruchtbare Felder sind. Der Dorfkern ist von Apfel- und Pfirsichbäumen umgeben. In den tiefergelegenen Gebieten beim Meer und dem Fluss existiert noch ein weites Gebiet an sumpfigem Küstengebiet von grossem ökologischen Wert. Hervorzuheben ist die Insel Caramany, bei der Mündung des Fluvià. Die Insel ist ein Ruheort für viele Zugvögel. Der Fluss ist vom Dorf aus bis zum Meer für kleine Boote schiffbar. Dieser Streckenabschnitt ist ein wunderbarer Ort für Fischer.
Dank dem ersten bekannten Dokument aus dem Jahre 974 in welchem der Ort erstmals erwähnt wird, es gibt weitere aus den Jahren 982 und 990, wissen wir, dass die Ortschaft einen anderen Namen hatte: "Villa Militiano quem vocant Sanctum Petrum". Diese Dokumente bestätigen, dass der Ort im Besitz der Abtei Sant Pere de Rodes war. Der vollständige Name, so wie er bis heute Bestand hat, taucht in einer Spende aus dem Jahre 1060 der Gräfin Guisla d'Empúries an das Kloster von Santa Maria de Roses und an das Bistum Girona auf, wo auf die Pfarrkirche "Sancti Petri Piscatoris" verwiesen wird.
Das Schloss Sant Pere Pescador gehörte der Familie Caramany, ursprünglich aus Fenollet und im Alt Empordà seit der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts dokumentiert. Die hohe Gerichtsbarkeit dieses Ortes lag in der Macht der Grafen von Empúries. Um 1457 gab König Alfonso el Magnánimo die Grafschaft an seinen Neffen Enrique ab, der als Infante Fortuna bekannt war. Er pflegte in Sant Pere Pescador zu wohnen; der Ort spielte während dem Krieg gegen Juan II eine erhebliche Rolle.
Im Jahre 1461 kam der Infant und Graf Enric dem Ruf der katalanischen Abgeordneten zu Hilfe, um Prinz Carlos de Viana zu befreien, obwohl er sich später auf die Seite von Juan II schlug. Im Jahre 1466 begleitete er die Königin Juana Enríquez und seinen Jungen Cousin Fernando, dem zukünftigen katholischen König. Am 24. Oktober desselben Jahres gelang es ihm die Ortschaft Sant Pere Pescador einzunehmen, wo später die Königin residierte. Ebenfalls in Sant Pere wurde bis Ende November das Parlament installiert.
Die Altstadt von Sant Pere Pescador wurde um die Pfarrkirche, ein Gebäude aus dem XVII. Jahrhundert, und um die Schlossfestung der Caramany gebildet. In der Nähe der letzteren sind noch Reste der alten Stadtmauer sichtbar. Die Ortschaft wuchs gegen Norden, wo Gebäude mit interessanten Details aus dem XVI. und XVIII. Jahrhundert zu sehen sind.
Ausserhalb der Ortschaft finden wir die Kapelle, die San Sebastián gewidmet ist. Gemäss der Tradition, und wie man im Gesang an den Schutzpatron San Sebastián feststellen kann, zog eine Choleraepidemie um das Jahr 1640 über die Ortschaft her. Die Einwohner konnten nur Gott anflehen, er möge sie von ihrem schrecklichen Schicksal befreien und taten dies mit San Sebastián als Fürsprecher, da das Dorf ihn bereits als Anwalt gegen die Pest hatte. Da nach vielen Gebeten die Epidemie endlich die Ortschaft verliess, wurden in Sant Pere grosse Feste zu Ehren des Heiligen organisiert. Die Anerkennung war so gross, dass man vereinbarte, eine Kapelle zu seinen Ehren zu errichten und ihm den Tag des Hauptfestes zu widmen. Heute ist er weiterhin Schutzpatron der Gemeinde, und das Hauptfest wird ebenfalls am seinem Feiertag, dem 20. Januar, gefeiert.
 
Die Suppe | ZUM SEITENANFANG |
Mitte des XIX. Jahrhunderts wurde in Sant Pere Pescador die Tradition eingeführt, das Karnevalsfest mit der "Suppe" zu feiern.
Während vielen Jahren liessen sich in der Umgebung der Gemeinde und am Ufer des Fluvià Zigeunerfamilien nieder. Diese näherten sich normalerweise dem Dorf, um bei den noblen Häusern nach Suppenresten zu betteln. Als Suppe wurde das Essen bezeichnet, welches von den noblen Häusern den Armen und Bettlern des Dorfes serviert wurde, in einer Epoche, in welcher es viele Arme gab. Gleichzeitig organisierten die Zigeunerinnen während dem Karneval Tanzanlässe, an welchen sie am Ende bettelten. Aus diesen zwei Tatsachen ergab sich über die Jahre die Gewohnheit, dass die Jugendlichen des Ortes von Haus zu Haus gingen, um Almosen für die "Karnevalssuppe" zu betteln. Man spendete manchmal mehr und manchmal weniger, aber niemals Geld; es wurden nur Spenden in Naturalien angenommen (Hühnchen, Kaninchen, Reis, Bohnen, ...) je nach Möglichkeit des Hauses.
Am letzten Tag der Karnevalsfestlichkeiten wurden alle gesammelten Zutaten beim Gemeindeofen gekocht; der Kaplan segnete die Suppe und die Mädchen aus der Ortschaft verteilten sie unter den Armen des Dorfes, nachdem sie den Tanz der Zigeunerinnen getanzt hatten. Falls es keine Armen hatte oder etwas übrigblieb, hatte jedermann das Recht so viel nach Hause zu nehmen, wie man wollte. Diese Gewohnheit dauert bis heute an. Jede Familie von Sant Pere Pescador spendet einen freiwilligen Beitrag (heute ist es in Form von Geld) an die Festkommission. Diese kümmert sich darum, dass am Karnevalssonntag ein populäres Reisessen im Gemeindepark organisiert wird, an welchem jedermann (Einheimische und Auswärtige) eingeladen ist und wo man so viel "Suppe" isst wie man kann und will.
 
Was tun | ZUM SEITENANFANG |
Die vorteilhafte Lage von Sant Pere Pescador im Herzen des Alto Ampudán ermöglicht es Halbtages- oder Tagesausflüge an viele interessante Orte in diesem herrlichen Bezirk durchzuführen. Auf dieser Seite schlagen wir Ihnen verschiedene Ausflüge vor, die Sie bestimmt interessieren werden.
Trotz dieses breiten Angebots, empfehlen wir Ihnen, dass sie ein wenig Zeit für einen Besuch unseres Dorfes und der herrlichen Landschaft in der Umgebung einplanen.
Mit einem kurzen Spaziergang durch die Ortschaft kann man die Pfarrkirche, die Schlossfestung der Caramany, die alte Stadtmauer, den Brunnen des Hauptplatzes und die Kapelle von San Sebastián kennenlernen..
Man kann Ausflüge zu Fuss oder mit dem Fahrrad entlang des Ufers des Fluvià, dem Lauf folgend, bis L'Armentera y L'ArbreSec durchführen.
Es ist unerlässlich die Insel Caramany zu besuchen. Man kann nicht direkt an sie gelangen, da sie unter Schutz steht, aber man kann sie ausgezeichnet vom Flussufer aus in Richtung Strand betrachten. Es hat gut befahrbare Wege. Um diese Ausflüge alternativ durchzuführen, stellt das Haus unseren Gästen Fahrräder und ein Boot zum Mieten zur Verfügung.

Boot verfügbar für unsere Gäste





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Letzte Aktualisierung: 10/04/2017